Bildung macht glücklich

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Zur Anhörung „Verhältnis von Bildung und kulturellen Grundlagen zu wirtschaftlichem Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität“ der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ mit Herrn Walter Hirche (UNESCO-Kommission), Herrn Heino von Meyer (OECD) sowie Prof. Dr. Heike Solga (WZB) erklärt die Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Edelgard Bulmahn:

 

Bildung macht glücklich – so das Ergebnis einer Studie der OECD. Umso höher der Bildungsabschluss umso zufriedener sind die Menschen mit ihrem Leben. Zudem sind Volkswirtschaften, die über größeres Humankapital verfügen innovativer und produktiver. Investitionen in Bildung stärken aber auch das „Sozialkapital“, wie sozialen Ausgleich und Zusammenhalt. Ein höherer Bildungsgrad fördert somit den persönlichen und gesellschaftlichen Wohlstand.

Es muss deshalb einen Mentalitätswechsel in Deutschland geben. Bildung muss Bestandteil des gesamten Lebens werden – „von der Wiege bis zur Bahre“. Hierzu bieten Lang- und Lernzeitkonten einen Einstieg, auf denen Zeit und Einkommen für Lernzeiten angespart werden kann. Ein innovatives Beispiel aus Schweden ist die „Kommunale Erwachsenenbildung“, die für jeden Schweden, unabhängig davon ob er arbeitslos ist oder sich in einem Beschäftigungsverhältnis befindet, neue Ausbildungen und Zusatzqualifikationen durch staatliche Zu-Finanzierung fördert und gleichzeitig ein Recht auf Freistellung und Rückkehr in den Betrieb gewährleistet. Ein weiterer Reformpunkt ist die Anrechnung bereits abgeschlossener Ausbildungen. So sind die Ausbildung zum Zahntechniker und Flugzeugbauer in Deutschland zu 80% identisch – bei einer entsprechenden Umschulung müsste aktuell allerdings wieder von vorne begonnen werden.

Weitere Ansätze für ein besseres Bildungsniveau und eine höhere Bildungsbeteiligung in Deutschland sind laut der drei Expertinnen und Experten vor allem die Stärkung der Kindergarten- und Grundschulbildung – wir müssen früher und gerade am unteren Ende fördern – sowie die praktische und nicht nur theoretische Möglichkeit eines ersten Schulabschlusses für jeden Jugendlichen. Desweiteren muss an der Durchlässigkeit des Systems gearbeitet werden: In Deutschland sind die Bildungsleistungen der Schüler immer noch viel zu stark geprägt durch den sozialen Hintergrund.