Neue Wohlstandsmessung stärkt Demokratie

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Zur Verabschiedung des Berichts der Projektgruppe „Entwicklung eines ganzheitlichen Wohlstands-/ Fortschrittsindikators“ der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ erklärt die Sprecherin der Enquete-AG der SPD-Bundestagsfraktion und hannoversche Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn: Die alte Gleichung „Mehr Wachstum gleich mehr Wohlstand“ hat ihre Gültigkeit verloren. Wohlstand ist mehr als der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts und muss ganzheitlich erfasst werden.

Wir begrüßen, dass die Enquete-Kommission darüber fraktionsübergreifend einig ist.

Das heute verabschiedete Wohlstandstableau der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ ist ein sinnvoller Ansatz um Wohlstand und Lebensqualität umfassend messen und beurteilen zu können. Es besteht aus zehn Leitindikatoren in den drei Säulen materieller Wohlstand, Soziales und Ökologie. Wichtige Dimensionen wie etwa die Beschäftigungsentwicklung, die Einkommensverteilung oder der Treihhausgasausstoss werden neben das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gestellt. Das Tableau ist ein guter Kompromiss aus Vollständigkeit und Übersichtlichkeit.

Auch bisher hatten Indikatoren für politische Entscheidungen eine Rolle gespielt. Aber es mangelt an einer Zusammenschau der drei Dimensionen materieller Wohlstand, Soziales und Ökologie. Wir wollen erreichen, dass jede Bundesregierung in einem einzigen, in sich konsistenten Regierungsbericht zur Entwicklung dieser Dimensionen Farbe bekennen muss. Wenn es uns gelingt diese neue Wohlstandsmessung zu verankern hätten wir die große Chance, zu einer neuen Qualität der Rechenschaftslegung der Politik zu gelangen. Das täte unserer Demokratie gut.