Zivile Fachkräfte in Friedensmissionen angemessen würdigen!

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Anlässlich des heutigen „Tag des Peacekeepers“ und der Würdigung deutscher Teilnehmerinnen an Friedensmissionen finden Sie hier die Erklärung von Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn und der Obfrau für Zivile Krisenprävention Ute Finckh-Krämer.

 

Edelgard Bulmahn, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Ute Finckh-Krämer, Sprecherin für Zivile Krisenprävention

 

Anlässlich des heutigen „Tag des Peacekeepers“ und der Würdigung deutscher Teilnehmerinnen an Friedensmissionen erklären Bundestags-Vizepräsidentin Edelgard Bulmahn und die Obfrau für Zivile Krisenprävention Ute Finckh-Krämer:

 

„Zivile Expertinnen und Experten wie auch Polizistinnen und Polizisten leisten in Friedenseinsätzen weltweit einen maßgeblichen Beitrag zur Wiederherstellung menschlicher Sicherheit und zum Aufbau eines stabilen und nachhaltigen Friedens. Die Bedeutung dieser Arbeit findet bislang in der öffentlichen Wahrnehmung leider keine angemessene Aufmerksamkeit und Anerkennung“. Der „Tag des Peacekeepers“ rückt ihre Tätigkeit ins Rampenlicht der Öffentlichkeit und würdigt das Engagement des deutschen Personals in internationalen Missionen der Vereinten Nationen, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der EU.

 

Unsere Hochachtung gilt den StaatsanwältInnen und RichterInnen, den ExpertInnen für Menschenrechte, Versöhnung und berufliche Ausbildung sowie zahlreichen anderen  Fachleuten. Sie stellen sich unter schwierigen Bedingungen und hohem persönlichen Einsatz in den Dienst der internationalen Gemeinschaft.

 

Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) fördert durch seine Arbeit die zivilen Komponenten der Krisenprävention und Friedenskonsolidierung Deutschlands. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Haushaltsmittel für das ZIF 2014 um ein Drittel erhöht wurden und setzen uns für weitere Erhöhungen ab dem Jahr 2016 ein. Nur so können wir Staatsaufbau und Rechtsstaatsentwicklung  dort unterstützen, wo es nötig und möglich ist. Denn menschliche Sicherheit ist Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.

 

Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen sind zentrale Bestandteile unserer vorsorgenden Außen- und Sicherheitspolitik. Trotzdem sind bisher 90 Prozent der Polizeikräfte des UN Peacekeepings männlich. Frauen sind in offiziellen Verhandlungsgremien von Friedensprozessen unterrepräsentiert, obwohl sie in Nichtregierungsorganisationen und in der Zivilgesellschaft eine tragende Rolle für Friedensprozesse übernehmen.

 

Zu Recht werden deshalb am diesjährigen Tag des Peacekepers ausschließlich weibliche Fachkräfte geehrt. Dies ist die verdiente Würdigung der zentralen Rolle von Frauen in Friedensprozessen und erinnert gleichzeitig an das Jubiläum der Resolution 1325 der Vereinten Nationen „Frauen, Frieden und Sicherheit“. Auch 15 Jahre nach ihrer Verabschiedung bleibt die Umsetzung der Resolution hinter den Erwartungen zurück. Frauen an allen Phasen eines Friedensprozesses zu beteiligen ist für eine nachhaltige Friedensordnung unabdingbar.