Egon Bahr und Edelgard Bulmahn diskutieren über Friedenspolitik

Bahr Eb 1
 

Egon Bahr und Edelgard Bulmahn

 

Unter dem Titel "Peace Reloaded?! - Für eine neue Friedenspolitik" diskutierte der Architekt der Entspannungspolitik Willy Brandts, Egon Bahr, am Dienstag, dem 20. August 2013 in der Lutherkirche Hannover mit der hannoverschen Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn und mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Herausforderungen und Aufgaben einer neuen deutschen Außen- und Friedenspolitik.

 
Bahr Eb 4
 

Unter dem Titel "Peace Reloaded?! - Für eine neue Friedenspolitik" diskutierte der Architekt der Entspannungspolitik Willy Brandts, Egon Bahr, am Dienstag, dem 20. August 2013 in der Lutherkirche Hannover mit der hannoverschen Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn und mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Herausforderungen und Aufgaben einer neuen deutschen Außen- und Friedenspolitik.

"Kernelement deutscher Außenpolitik muss eine auf zivilen Elementen basierende Friedenspolitik sein.", sagte Edelgard Bulmahn während der Veranstaltung. "Diesem Anspruch werden wir nur mit langfristigen Strategien und
Konzepten gerecht. Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz, nicht nur in der Außenpolitik, sondern in der Politik der gesamten Bundesregierung in allen Politikfeldern."

Egon Bahr, von 1972 bis 1976 Bundesminister bei Willy Brandt und Helmut Schmidt, ergänzte: "Das Handeln der jetzigen Bundesregierung von Angela Merkel ist im außenpolitischen Bereich von einer erschreckenden Strategie- und Konzeptlosigkeit gekennzeichnet. Das hat dem Ansehen Deutschlands auf internationaler Bühne nicht geholfen."

 

 
Bahr Eb 5 Saal
 

Im Verlauf des Gesprächs ergaben sich die wichtigsten Herausforderungen für die Gestaltung einer deutschen Außenpolitik, die auf zivile Krisenprävention und friedenssichernde Maßnahmen setzt.

Eine rot-grüne Bundesregierung würde schnellstens ein strategisches Gesamtkonzept  vorstellen, in dem Interessen, Ziele und Prioritäten deutschen Handels in den Politikfeldern neu bestimmt und mit konkreten Umsetzungsschritten versehen werden. Unter anderem würden die Instrumente ziviler Krisenprävention gestärkt, ressortübergreifende Strukturen geschaffen und die Beteiligung Deutschlands an politischer Konfliktvermittlung und an internationalen Polizeieinsätzen ausgebaut.