Wenn Lärm krank macht! – Edelgard Bulmahn diskutiert mit Bürgerinnen und Bürgern

Logo SPD Bundestagsfraktion Startseite
 

Rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am vergangenen Mittwoch im Gemeindehaus der Timotheusgemeinde in Hannover-Döhren. Sie waren auf Einladung von Edelgard Bulmahn erschienen, um mit ihr und ihren Gästen über das Thema Schienenlärm zu diskutieren. „Die Deutsche Bahn hat das Problem des Schienenlärms als solches erkannt und wird sich der Problematik annehmen.“ so der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Länder Niedersachsen und Bremen, Ulrich Bischopping.

Denn es sei klar, dass die Lärmreduzierung auch notwendig sei, um die Akzeptenz der Menschen für die Schiene zu verbessern. Edelgard Bulmahn, die sich diesem Thema schon vor über einem Jahrzehnt angenommen hat, hatte zur einer Informationsveranstaltung eingeladen „Schienenlärm ist ein Thema, dass uns seit Jahren beschäftigt, es ist immer noch und immer wieder höchst aktuell und für die Betroffenen ein echtes Problem.“

Nachdem Lothar Ibrügger, langjähriger parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, ausführlich zum aktuellen Sachstand der Lärmbekämpfung und den Maßnahmen des Bundes referierte, stellte die 1. Vorsitzende der Bürgerinitiative Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V., Frau Sybilla Windelberg, die Problematik aus Sicht der Betroffenen dar. Sie wies darauf hin, dass dank der Unterstützung von Edelgard Bulmahn schon viel getan worden sei, wie das Einziehen von Lärmschutzwänden, da der Verkehr auf der Schiene aber stetig zunähme, seien die getroffenen Maßnahmen nach heutigem Standard nicht mehr ausreichend.

Nach intensiver Diskussion stellte Edelgard Bulmahn die vier zentralen Punkte, die zur Lärmreduzierung notwendig sind, zusammen: die Veränderung der Bremssysteme von der Grauguss-Bremssohle hin zur Komposit-Bremssohle (kurz K-Sohle), die Abschaffung des Schienenbonus, das Trassenpreissystem und die Einhausung extrem belasteter Streckenabschnitte. Festgestellt wurde von allen Experten, dass die oben genannten Punkte realistisch umsetzbar sind, wenn der Schienenlärm wirklich spürbar vermindert werden soll. „Die Umsetzung des Ziels der Deutschen Bahn, die Reduzierung des Schienenlärms bis 2020 um 50% ist machbar, wenn die Regierung die Mittel für den Umbau freigibt. Minister Ramsauer verschiebt aber in großem Umfang Mittel nach Süddeutschland, die dann an anderer Stelle zum Bespiel für das Austauschen der Bremssysteme bei den alten Güterwaggons fehlen. Wenn wir den politischen Wechsel im Bund schaffen, werden wir die notwendigen Mittel für die Lärmsanierung zur Verfügung stellen.“ sicherte Edelgard Bulmahn den Anwesenden zu.